Sie sind hier: Aktuelles / Irgendwo im Nirgendwo

Am vergangenen Samstagmorgen 6 Uhr, am Vereinshaus Reinsdorf, starteten acht JRK´ler, ein Schiedsrichter und zwei Mimen, alle aus dem DRK Ortsverein Reinsdorf, um nach Kretzschau (bei Zeitz) zu fahren.

13 teilnehmende Mannschaften aus Sachsen und Sachsen-Anhalt stellten sich den 13 verschiedenen Stationen aus den Bereichen Erste Hilfe, Rot- Kreuzwissen, Sport und Spiel, soziales Engagement und musisch-kulturellem. Schon beim Kreiswettbewerb im Mai dieses Jahres bewies die Mannschaft ihr Können und erreichte den 1. Platz und qualifizierte sich damit zum diesjährigen Landeswettbewerb.

Drei Erste Hilfe Stationen forderten das gesamte Wissen der Mannschaft ab, egal ob Amputation einer ganzen Hand oder eine tiefe Schnittverletzung am Oberarm. Auch eine Reanimation am Kind sowie die drohende Erstickung durch einen Apfel waren Aufgaben, die im Team bzw. einzeln gelöst werden mussten. Das soziale Engagement stellte die Mannschaft vor eine Herausforderung; ein suizidgefährdeter Jugendlicher mit Tabletten und Alkohol wurde in einer kritischen Lage gefunden und benötigte Betreuung und Hilfsmaßnahmen. Auch hier bewies das Team Einfühlungsvermögen und leistete eine tolle Arbeit. Das Wissen zur Rot-Kreuz Geschichte und der aktuellen Kampagne „Was geht mit Menschlichkeit?“ beherrschten die Jugendrotkreuz´ler und zeigten dies in pantomimischer Form, was Menschlichkeit in der heutigen Zeit bedeutet. Zum Thema „Irgendwo im Nirgendwo“ wurde das Einnorden einer Karte sowie die Bestimmung der Marschrichtungszahl von einem Startpunkt zum Ziel abverlangt. Doch die Stationen mit dem größten Spaßfaktor gehörten in den Bereich Sport und Spiel, egal ob einen Cocktail selbst kreieren und mischen, als auch Gefühle pantomimisch darstellen. Diese Aufgaben zeigen die Teamzusammengehörigkeit und das Miteinander. Besonders wenn es heißt, im Kanu zu sitzen und so viele Runden wie möglich zwischen zwei Bojen zu fahren, mit verbundenen Augen sowie Kopfhörer und nur einer aus dem Team darf Anweisungen geben. Da ist das Kanu schnell nicht mehr auf dem „richtigen“ Wege. Am Ende des Wettbewerbes waren dennoch alle zufrieden und genossen ihren wohlverdienten Nachmittag im Strandbad am See, bis es dann zum Abendessen und der darauf folgenden Siegerehrung ging.

Große Anspannungen bei allen 13 Mannschaften, wie denn wohl die Ergebnisse lauten. Wer hat, welchen Platz belegt und welches Team der 16- 27 jährigen Teilnehmern (Altersgruppe der Stufe 3) darf zum Bundeswettbewerb, all das ging in den Köpfen der JRK´ler vor sich. Endlich war es soweit und die Mannschaft, vertretend für den Kreisverband Zwickau Stadt, hielt den Atem an, als bei der Platzierung des letzten Platzes der KV Zwickau, jedoch ´Land´ nicht ´Stadt´ aufgerufen wurde. Dieser „kurze“ Schock sollte schnell verfliegen, denn die Mannschaft aus Reinsdorf (KV Zwickau Stadt) belegte den ersten Platz und ist somit Landesmeister von Sachsen und hat die Ehre das Bundesland, in der Stufe 3 des JRK, beim Bundeswettbewerb in Hamburg, im nächsten Jahr, würdevoll zu vertreten. Dies ist seit 15 Jahren das erste Mal wieder, das der OV Reinsdorf sich den Titel als Landessieger holt. Ausgelassen und mit großer Freude und stolzem Gefühl, ging es dann auf den Heimweg. Gegen 23 Uhr war die Mannschaft zurück am Vereinshaus Reinsdorf.

Mannschaft:

Leoni Pöhlmann (GF), Pauline Thomas, Carolin Dunger, Patricia Schulz, Thomas Ebert, Fanny Hoffmann, Verena Hoffmann, Miriam Günl

Schiedsrichter: Alexander Czellnik

Mimen: Lukas Deutsch, Lucie Winkelmann

(Text und Bilder:
Miriam Günl-Kreisjugendleiterin)